KRANKENHAUSGESCHICHTE

Lang ist es her, da habe ich im Krankenhaus gelegen, mein Hallux-Valgus und mein Schneiderballen hatten für mich nicht mehr die Verwendungen, wie sie einst hatten.

Aus Scherz sagte ich zur OP-Ärztin, die mir mitteilte, dass ich einen ,,senk, spreiz und platt -Fuß‘‘ habe, eigentlich ist es die komplette Unschönheit eines Menschlichen Körperteils,  ,,diese Füße haben mich in meiner aktiven Wettkampfzeit gut vorangebracht, sie dienten als Schwimmflossen, aber sie würden mich heute nicht mehr voran bringen, sondern wie eine Rakete durch die Decke, wegen der Schmerzen‘‘ der Lacher ging auf mich.

Ein paar Tage später lag ich unter dem Messer, was einem danach durch den Kopf geht, vollgedröhnt, wie sich hinterher rausstellte, mit Opiaten, daz muss ich sagen, dass ich noch nie Drogen genommen habe, aber in dieser Zeit half kein Ibuprofen oder andere Medikamente, diese schlugen mit ihrer Wirkung nicht bei mir an.

Mein Schriftstück im Krankenhaus, entstand ungewollt in meinem kleinen Rausch, welches ich euch, ihr meinen lieben Leser nicht vorenthalten möchte:

150 qm² Wolkenfläche, zwischen 3 Häuserblöcken und Großstadtgeschehen, könnte meine Geschichte geschmeidig aussehen lassen. Sommermelodie gefolgt vom Regen, der meine Narben sanft streichelt, wenn da nicht der Geruch des Sterillium mit dem Autoverkehr meinen Geruchssinn übertünchen würde. Vögel von weiten, singen ihr Zwitscherlied, leise die Kirchturmuhr dort hinten während im Takt die Türe knarzt, mit den Blättern am Baum wehend vom Wind, sie könnten uns etwas erzählen, wenn wir ruhig dem Baum mit den Blättern im Wind lauschen und zuhören würden, wie er uns von dem Mann auf der Bank mit dem Hund an der Leine und der Frau mit dem Koffer, das Kind mit dem Dreirad und die sorgenvolle Mutter in Hektik hinterher. Wenn wir lauschen würden wir den Baum mit den Blättern im Wind zwischen den Häuserblöcken bei 150 qm² Wolkenfläche verstehen.

Ob Rausch oder nicht!

Ich finde mein Schreiben gelungen. Der Verheilungsprozess ist gut gelaufen der Fuß ist eine schnieke Schönheit, da kann die andere Schwimmflosse noch nicht ganz mithalten.

GESTERN DACHTEN WIR NOCH ANDERS ALS HEUTE

Da wo wir stehen, da ist das heute, wo wir gestern noch anders über Dinge nachgedacht haben, geeinigt mit uns selbst, zufriedener, in eine andere Perspektive blickend, denn wir wollen nicht rosten, verrostet an Sitzblockaden, die uns festnageln und uns an unserem eigenen Können hindern, dieses sind nicht wir, wir sind nicht festgenagelt.

Lösungen, die gibt es in irgendeiner Form immer, ich weiss, ich schreibe dieses hier nur mit zehn Fingern vielleicht nicht mehr im Zehnfingersuchsystem, aber wohlwissend, dass, das was ich hier schreibe stimmt.

Wir haben viel erreicht und wir wollen mehr erreichen, denn dieses ist jenes, was uns weitergebracht hat und auch weiterbringen wird. Staus die gab es und der Stand lässt uns zeitlich abweichen, vielleicht auch altern, aber man sagt doch ,,älter und weiser‘‘. Deswegen ist der Halt, oder Blockanden und Staus nicht immer unbedingt verkehrt, denn man kann über vieles nachdenken, Sorgen sollte man verbannen, denn es geht alles immer wieder ein Stück weiter, wenn man will, denn man hat ja etwas dafür getan und wird etwas dafür tun.

Verirren kann man sich in seinen Gedanken, vielmehr ist es aber uns klar zu machen: wenn wir etwas wollen auch können, auch wenn es manchmal so aussieht, als würde nichts voran gehen, mit den Gedanken, ,,wie weit muss ich noch gehen um anzukommen?“

Irgendwann wird uns der Wille den wir haben zeigen wo wir hingehören, weisend den Weg, dann heißt es ankommen und wieder etwas tun und wieder und wieder, denn ruhend ist das Eis auf dem See auch nicht, es ist immer in Bewegung und muss sich seinen Platz schaffen.

Norddeutsches Land

Haben wir doch viel erlebt und mit Kinderaugen gesehen, heute sind die Erinnerungen im Kopf, in kleine Bildformate eingraviert, die uns wissen lassen, dass wir diese nicht vergessen, prägende Momente, die vieles gedanklich wieder erleben lassen können, so wie ich gerade, just in diesem Moment, wo ich hier sitze und an das Norddeutsche Land denke, oft mit Kinderaugen gesehen und erleben dürfen.

Wo man schon die weiten der Gegend, vorbei an Windkrafträdern und Windmühlen, Leuchttürme die ihren Standpunkt sehr gut vertreten, Wellen die in dem weitläufigen Wasser auslaufen, wenn das Wasser da ist, hinter den Deichen, der Sand die Saftigen Salzwiesen, entlang dem platten Land, entlang der vielen Alleenstraßen, bis zum gefühlten Horizont, von dem Standpunkt an dem man steht, sehen wer morgen kommt, so platt ist das Norddeutsche Land, vorbei an Höfen, knöcheltief und kilometerweit, durch das Wasser, gebaute Paläste aus Sand, die das Herz höher schlagen ließen, Salzwasser mit mehr gehen als kommen, den Gezeitenstrom von (Ebbe und Flut) und mehr nicht sein, als sein und dann zu einem großen Schlicksandkasten werden lässt, da wo die Luft salzig auf den Lippen schmeckt und der Wind Rau durch die Haare wuschelt, da ist das Norddeutsche Land, da ist Ebbe und Flut, da ist das Moin zu jeder Tageszeit und da ist das Watt bei jedem Wetter.

So erleben wohl viele Kinder das Norddeutsch- platte Land, so habe ich es erleben dürfen.

ANSICHTSSACHE

Nachgedacht, gut, das habe ich in der letzten Zeit sehr viel, liegt es wohl daran, dass mir mein Fuß die Notwendigkeit dazu gegeben hat, meine Operation heute auf den Tag 2 Monate her. Meine Überlegungen liegen wohl darin, dass einem nicht eine Maximale Dauer eines Genesungszustandes gesagt wird, viel mehr wird immer nur die Minimalistische Ansicht gesagt, erst im Nachhinein, wenn es dann so ist, wird es augenscheinlich benannt. Ich sitze nun hier an meiner Tastatur und versuche es anders zu sehen und es einfach mal schematisch und lustig zu benennen. Ich habe einen Karierten Block vor mir liegen dieser könnte auch rosa-Rot gepunktet sein, wenn nun viele Punkte über den karierten Block hüpfen würden, wäre die Ansicht wieder eine andere. Nun ja kleine karierte Felder sind es, die sich aneinanderreihend wiederholend mit den Maßen 0,5 cm einnehmen, farblich konsequent, immer wieder das gleiche Muster wiederholt nicht als Punkte die lustig über die Seite des Blatts hüpfen, zufrieden bunt in unterschiedlichen Größen, tanzend, sondern als Vierecke im 0,5cm Rhythmus. Die Punkte wohl nur eine Vorstellung meiner Gedanken, lustiger Zeitvertreib meiner Isolatorischen Unbeweglichkeit. Aber, das ist ja genau das Ding worum es sich geht, der Betracht auf die Dinge mit der Frage. ,,WARUM IST ES SO WIE ES IST.“ Aus Fachlicher Sicht ist jeder Mensch anders, das heißt, jeder Körper braucht unterschiedlich lang um zu genesen, unter Druck soll dieses nicht geschehen, viel mehr in aller Ruhe. Aktuell wäre ich gerne ein kleiner Runder Punkt auf einem Karierten Block der lustig hin und her springen und singen würde. Vielleicht mache ich es einfach, denn vielleicht wird es alles dann auch viel einfacher, die Farbe ist wohl egal, obwohl ich mir gerade vorstelle, dass ich ein kleiner Runder punkt bin, der die Farben wie eine Biosauna im Fachjargon auch ( Lichtsauna) genannt, neben der Wärme in der Biosauna zwischen 45 und 60 Grad Celsius, die schon viele positive Einflüsse auf den Körper hat sie ändert alle paar Sekunden die Farben, blau, grün, gelb und rot, die unterschiedlichen Lichttöne beleben den Körper und den Geist. die Farben haben zudem alle eine Bedeutung auf das Wohlbefinden. Und so möchte ich als kleiner Punkt der alle paar Sekunden Seine Farben ändert auf andere Leute und mich einen positiven Aspekt sein, ein Punkt der alle mitzieht, der fröhlich im Geiste und die Ausstrahlung dazu hat, nicht alles hinterfragen zu müssen, mal alle viere von sich gestreckt und dem Leben seinen Lauf die Notwendigkeit der Sicht zu geben und dann erst die Krallen auszufahren, wenn es wirklich notwendig ist.

TALISMAN

Ein Talisman ist etwas Besonderes, ein kleiner Gegenstand welcher Glück bringen soll, wenn ich an mir herunter schaue, habe ich viele solcher kleinen Glücksbringer an mir. Denn ich bin über Stock und Stein gestolpert, soll ich sagen ich bin gefallen, nein, denn fliegen ist schöner, einen Moment der Schwerelosigkeit, ein freier Fall. Die Wunden längst verheilt, zu Narben geworden, welche mittlerweile auch nicht mehr schmerzen, sie schmücken einfach nur meinen Körper. Sie sind nun alle kleine Talismane, die ich ab dem Zeitpunkt, wo ich geflogen bin, wo ich lernte zu fliegen an mir trage, ein kleiner Wegweiser, es war wohl nicht rechts, es was nicht links, es war geradewegs nach unten, da bin ich auf in die Lüfte, habe meine Flügel geputzt, die kleinen und flog nicht geradeaus, links oder rechts, sondern ich flog nach unten, um dem Boden näher zu sein und nun putze ich meine kleinen Talismane und weiss, dass der freie Flug hart sein kann, aber wir wissen, wenn wir fliegen, dass wir daraus gelernt haben und nun einen kleinen Talisman an unserem Körper tragen.